Frauen in der Studio- und Porträtfotografie 1/2

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Frauen, Women, Mulheres, Donnas. So verschieden derselbe Begriff in diversen Sprachen klingt, so verschieden posierte unser Model Maja. Beim neulichen Kurs Frauenporträts (nächster Kurs: 25.6.2018, Anmeldung hier) unterstützte uns eine Visagistin. Gerade im Studio mit etlichen Blitzanlagen kommt der Schminke eine wichtige Rolle zu. Unabdingbar ist, dass man eine Visagistin wählt, die sich mit dem Fotografieren auskennt: Wird beispielsweise ein Puder mit Glimmer gewählt, so bewirkt dies störende Reflexe.

Die erste Studio-Übung beinhaltete das Porträtieren vor weissem Hintergrund.

Bei all diesen Aufnahmen benutzten wir als wichtigste Lichtquelle den Para 222. Den Hintergrund beleuchteten zwei Striplights.

Männer in der Studio- und Porträtfotografie

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Ein Mann – drei Charakteren. Ob als Motorrad-Biker, als Schotte im Kilt oder als einsamer Cowboy, stets posierte unser Model geduldig und versuchte all unseren Regie-Wünschen nachzukommen. Im diesjährigen Fotoschool-Kurs Männerporträts (nächster Kurs: 18. Juni 2018 – Anmeldung hier) übten wir sowohl im Studio als auch draussen unser Model bestmöglich in Szene zu setzen.

Im Studio versuchten wir mit Hilfe von hartem Licht die Gesichtszüge und den Charakter per se zu betonen. Später unter freiem Himmel – on Location in Pfäffikon ZH – übten wir das Zusammenspiel von Sonnenstrahlen und Blitzlicht. Wir setzten auf das HS-Blitzen, damit wir auch bei ultrakurzen Verschlusszeiten von 1/125sec. den Blitz verwenden konnten. Fotografieren ‚on Location‘ dreht sich immer um die herausfordernde Frage, wie die Umgebung mit dem Model hervorragend zu kombinieren ist. Seht selbst, welche aussagekräftigen Bilder im Kurs entstanden sind…:

Regieführung in der Studio- und Porträtfotografie

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Regieführung: inspirieren, anleiten, lenken, das Beste aus der Situation machen, entscheiden, schaffen. Mit den besten Wünschen fürs NEUE JAHR und auf eine erfolgreiche Regieführung im Leben wie im fotografischen Schaffen – das wünscht Ihnen das ganze Team der Fotoschool für 2018!

Zeit zum Reflektieren. Der neuliche Regie- und Posing-Kurs (nächster Kurs: 11.6.2018) beschäftigte uns mit der Frage: Wie können wir das Beste aus unserem Model herausholen? Nun, es empfiehlt sich ein spielerischer Auftakt, wo das Model mit verschiedenen Körperhaltungen, Mimik und Gestik experimentiert. Unser Tipp: Das erfolgreiche Zusammenarbeiten funktioniert nicht, wenn bei jedem Model derselbe Katalog an Standard-Posen abgefragt wird.

Unvergesslich an diesem Kurstag bleibt sicher die eine Posing-Session, als ein Teilnehmer unser Model aufforderte laut zu schreien. So brüllte und tobte sie heftig, wobei emotional packende Bilder entstanden sind. Seht selbst!

Weihnachtskarte 2017

Wer einen grossen Sprung machen will, muss einige Schritte zurückgehen.

Zusammen mit der sinnlichen Tanzfotografie und diesem deutschen Sprichwort möchten wir unseren Blog-Leserinnen und -lesern eine erfüllende Weihnachtszeit und einen wohltuenden Sprung ins neue Jahr voller Glück und Gesundheit wünschen.

Diese bewegende Fotografie ist Teil einer Bilderserie von Christian Weymann, die er an der Schweizer Fotowerkschau photo18 präsentiert: 12.-16. Januar 2018 in Zürich-Oerlikon (Halle 622). Herzlich willkommen – die Fotoschool freut sich auf persönliche und bereichernde Begegnungen im neuen Jahr!

Verschickt war die Fotoschool-Weihnachtskarte 2017 übrigens sehr schnell – digital auf Knopfdruck ging sie in alle Welt hinaus. Kreiert indes wurde sie in aufwändigem Handwerk. Das Bild entstand im Rahmen des Tanzfotografie-Workshops im Sommer 2017 und porträtiert das künstlerische Schaffen der Tänzerin Kizzy García Vale. Das Making-of zeigt die materialintensiven Vorbereitungen, was die Lichtformer betrifft. Sie sind Teil einer Choreografie für Licht, Bewegung und Zeit. In diesem Sinne: Schöne Festtage!

 

Lichtformer für die Studio- und Porträtfotografie 2/2

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Was der Zauberstab ist für den Zauberer, das ist der Lichtformer für den Fotografen: Es geht ohne, aber magisch besser mit – speziell im Studio! Dementsprechend erpicht aufs Ausprobieren waren die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer des diesjährigen Lichtformer-Kurses (nächster Lichtformer Workshop: 28.5.2018). Der traditionelle Projektor, der achteckige Okta 75, der schirmförmige Para 88 mit und ohne Wabe sowie die Softbox 100x60cm standen bereit – und mitten drin unser Model Sabrina, eine professionelle Tänzerin.

Der Entstehungsprozess nachfolgender Fotografien – von oben links nach unten rechts – war erhellend. Anfänglich haben wir nur mit Projektor und Okta gearbeitet: Mittels Projektor haben wir Muster auf Sarina projiziert und gleichzeitig mit dem Okta die dunklen Stellen aufgehellt.

Verschiedene Beleuchtungseffekte haben wir mit dem achteckigen Okta 75 ausgelotet, zuerst ohne und dann mit Wabe, um das Licht gezielt auf das Gesicht zu bringen. Ab den Bildern mit Hut haben wir mit dem Para 88 gearbeitet.

Bei den letzten zwei Bildern haben wir eine Softbox 100x60cm verwendet, unter anderem mit spezieller Technik, so dass nur ganz schales Licht auf das Model fiel. Abrakadabra!

Lichtformer für die Studio- und Porträtfotografie 1/2

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Lichtformer – was für ein wunderbares Wort. Und erst recht was für fantastische Geräte! Um Licht auf dem Fotoset zu erzeugen, können wir natürlich eine einfache Lampe verwenden, beispielsweise Richtung Wand oder Para-Schirm gerichtet. Gerne arbeiten wir aber mit speziellen Lichtformern wie Softbox, Striplight, Oktabox oder Beauty Dish. Diese Geräte formen – der Name sagt es so schön – das Licht in Variation. 

Weiss auf weiss: Ein weiss angezogenes Model vor weissem Hintergrund zu fotografieren – das war die erste Herausforderung im Porträt-Kurs. Mittels Lichtformer galt es nun die Beleuchtung so zu steuern, dass der Hintergrund weisser wirkt als unser Model Evelyn, eine professionelle Tänzerin. In diesem Fall haben wir zwei Striplights und eine zur Wand gerichtete Lampe hinter dem Fotografen verwendet.  

Nach den anfänglich klassischen Aufnahmen, vorwiegend sitzend und ruhend, wünschten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer mehr ‚bewegende Bilder‘. Das Resultat: weiss auf weiss, aber keineswegs fade! Lust bekommen auf den nächsten Lichtformer-Kurs ab Montag 28.5.2018?!

 

 

 

Einführung in die Studio-Porträtfotografie

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Farbtemperatur und Broncolor in Theorie? Learning by doing des Fachjargons – dieses Motto galt am zweiten Kursabend des 4 Abende und 4-tägigen Porträt-Semesterlehrgangs 2017 (nächste Porträt-Kurse ab 7. Mai 2018). Geduldig beobachtete unser Model Kristina von Time Models unsere fotografische Neugier und Experimentierfreude: Was bewirkt ‚hartes‘ und ‚weiches‘ Licht? Wann verwenden wir das ‚grosse‘ Licht? Wann und warum arbeiten wir mit Licht von hinten, unten, oben? Ergänzend tasteten wir uns ans ‚Einfrieren von Bewegungen‘ heran mittels schneller Blitzabbrennzeit.

Hartes und weiches Licht:

Weiches Licht: Wenn die Softbox nahe beim Model steht – etwa in 30 cm Entfernung – wirkt das auf das Gesicht fallende Licht weich.

Hartes Licht: Dieser kontrastreichere Effekt entsteht, wenn sich die Lichtquelle weiter weg vom Model befindet – in diesem Falle steht die Softbox in 3 Meter Distanz. Aus Sicht des Models scheint die Lichtquelle nun kleiner und schärfer, beinahe ‚hart‘.

Hintergrund: Die Hintergrundfarbe hat einen grossen Einfluss auf die Wirkung des Gesamtbildes. Ein weisser Hintergrund wirkt härter, ein grauer wärmer und angenehmer.

Ausleuchtung: Bei Verwendung einer grossen Lichtquelle erwirkt man eine regelmässige Ausleuchtung.

Experimentell: Wird die Lichtquelle unten oder hinten platziert, können spezielle Stimmungsbilder erzeugt werden.

Schnelle Blitzabbrennzeit: Fantastische Bewegungen wie wehende Haare können mittels schneller Blitzabrennzeit gestochen scharf verewigt werden.

Nächster Porträt-Semesterlehrgang: Die nächste FOTOSCHOOL-Kursreihe beginnt am 7. Mai 2018 (montags, CHF 2950) und setzt sich aus 4 Abenden, 5 Tagen und 1 individuellen Studiotag zusammen. Die Module, die auch einzeln buchbar sind, umfassen die Grundtechnik, Blitz und Lichtformer, Frauen- und Männerporträts, Regie und Posing, die interne Studiofotografie wie auch die externe On Location Photography. 

Das Bildrecht in Zeiten von Facebook

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«Keine Einwilligung, kein Foto!» titelt der «Beobachter» in einem Artikel vom März 2017 über das aktuelle Bild- und Gesichtsrecht. Wir alle wissen, dass niemand das Foto oder das Porträt einer Person ohne deren Einverständnis veröffentlichen darf. Dennoch bröckelt dieser Grundsatz im digitalen Zeitalter, wo täglich zwei Milliarden Fotos auf soziale Medien wie Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat hochgeladen werden. Der Journalist Daniel Leiser geht im «Beobachter»-Artikel der brisanten Frage nach ‚Was ist erlaubt, was nicht?‘.

Zusammenfassend – und sicher von Interesse aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer der FOTOSCHOOL-Porträtkurse (neue Portrait-Fotokurse ab 7. Mai 2018!) – sind folgende Grundsätze zu respektieren:

Persönlichkeitsrecht von Kindern: Eltern entscheiden für sich und ihre Kinder, was veröffentlicht werden darf – von Facebook bis zur Vereins-Website. Ab etwa 14 Jahren gilt ein Kind als ausreichend urteilsfähig und darf/soll selber entscheiden.

Bildrecht für Vereine: Sie alleine geben die Bewilligung, ziehen diese bei Bedarf auch wieder zurück und bestimmen so, wie und wann ihr Gesicht oder ihre eigenen Bilder verwendet werden dürfen. Falls eine nachträglich von Ihnen wieder zurückgezogene Zustimmung einer Institution finanziellen Schaden bringt, müssen Sie aber allenfalls dafür aufkommen.

Bilder auf Facebook oder in den Medien: Veröffentlichen Private oder Medien ohne Ihre Einwilligung ein Bild mit ihrem Gesicht – sei es online oder gedruckt – , dann haben Sie das Recht zu verlangen, dass dieses Bild unverzüglich entfernt wird. Bei Medien können Sie sogar Schadenersatz verlangen, wenn Sie mithilfe eines Anwalts diesen Schaden genau beziffern können. Können Sie sich nicht bilateral einigen, dann hilft der örtliche Friedensrichter oder die regionale Schlichtungsbehörde weiter.

Aufnahmen im öffentlichen Raum: Werden Sie während einer Meinungskundgebung fotografiert, so suchen Sie offensichtlich die Aufmerksamkeit der Bevölkerung und geben stillschweigend die Einwilligung zur Verbreitung von Bildern in diesem Kontext. Medien – oder auch Sie als Fotograf – dürfen solche Bilder ohne ausdrückliche Bewilligung der einzelnen Personen verwenden.

Übrigens: Alle Bilder, die wir via FOTOSCHOOL-Blog der ganzen Welt zugänglich machen, sind von der Kursleitung oder unseren KursteilnehmerInnen gemacht worden. Sowohl die FotografInnen wie auch unsere Models haben schriftlich das Einverständnis zur Verwendung ihrer Bilder in diesem Rahmen gegeben. Im Porträt-Kurs haben wir beispielsweise mit dem Model Kristina von Time Models gearbeitet.

Weiterbildung für mich als Fotograf: Capture One und Phase One Training

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Wir Fotografinnen und Fotografen haben in der Tat nie ausgelernt – insbesondere nicht was die Technik und Software von Digitalkameras anbelangt. Eben komme ich nach Hause von einer zweitägigen Weiterbildung in London. Der Hersteller Phase One lud zum Training ein.

Die dänische Firma Phase One hat sich auf digitale Rückteile für Mittelformatkameras (u.a. Hasselblad, Contax und Mamiya) spezialisiert und baut eigene Kameragehäuse. In Ergänzung entwickelt das Unternehmen eine Reihe von Softwareprodukten für die digitale Bildbearbeitung und Bildverwaltung: ‚Capture One‘ heisst beispielsweise das Programm für Fotos im RAW-Format.

Phase One bietet sporadisch herausfordernde Trainings für Fotografen und Technische Fotoassistenten an. Zugelassen an den zweitägigen Kurs wird allerdings nur, wer die vorgängige Online-Schulung samt Tests erfolgreich absolviert hat.

Diesmal war der Weiterbildungskurs in London. Diese Stadt ist immer ein Reise wert! Zwischen den zwei Trainingstagen genoss ich den nächtlichen Spaziergang der Themse entlang. Die Lichter spiegelten sich im schwarzen Wasser und wünschten mir magisch viel Glück zur Phase One Zertifikatsprüfung…

…die ich erfolgreich bestand! Als erste Person in der Schweiz darf ich mich Phase One Certified Professional (POCP) nennen. Nun kenne ich die Phase One und Capture One Produkte – Kameras, Backs / Rückteile, Objektive, Software – enorm gut samt allen offiziell und auch inoffiziell dokumentierten Informationen und Möglichkeiten zur Problembehebung. Folglich bin ich in der Lage eine ganze Reihe von technischen Problemen bei Kamera oder Software schnell erkennen und beheben zu können. Und schnell bedeutet wirklich ‚rather quickly‘: Maximal eine (!) Minute soll das Lösen eines Fotoproblems erfordern. Die Zertifizierungs-Prüfung dauerte bei 30 Fragen genau 30 Minuten. Wie gut, dass wir ‚Nichtenglisch-Muttersprachigen‘ 45 Minuten knobeln durften!

Das Phase One Kurslokal liegt sehr idyllisch an einem Kanal in Central London: Es ist das zweite weisse Gebäude am rechten Kanalufer.

Insgesamt 15 Teilnehmer haben am intensiven Phase One Training in London teilgenommen. Ich hoffe mehr als ONE haben wie ich bestanden: Wir POCP helfen nun gerne weiter, sollten gravierende Probleme bei Kamera oder Software auftreten!

 

Fokus-Klasse Nr. 1

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Der Graufilter, d.h. der Verlaufsfilter, stand im Mittelpunkt der ersten Fokus-Klasse – das neue Gefäss der Fotoschool. Nicht grau sondern sonnig war das Wetter und wir konnten das gemeinsame Fotografieren und den kreativen Input draussen geniessen. Soviel sei verraten: Die Fokus-Klasse Nr. 2 wird drinnen stattfinden und mit farbigem Kunstlicht angereichert sein – Makro Experimental (Sa. 17.2.2018)!

Hier möchten wir einige Bilder der 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fokus-Klasse Nr. 1 im Oktober 2017 zeigen. Alle Aufnahmen sind mit einem Verlaufsfilter am Pfäffikersee oder im nahen Wald entstanden…

…natürlich nach einer aufwärmenden Theorie-Stunde im Fotostudio. Aufgeteilt in zwei Gruppen experimentierten wir mit den Graufiltern unter Zuhilfenahme von Bewegen der Kamera und der Zoom-Funktion. Spannende Bilder entstanden:

Am Bach spielten wir mit langen Belichtungszeiten, um den Effekt ‚Fliessendes Wasser‘ auszukosten.

Um der Materie möglichst nah zu sein, stiegen einige Teilnehmer gar in den Bach. Das faszinierende Fotografie-Resultat lässt sich sehen!