Ferienaktivität: Details fotografieren

Die Fotoschool beteiligt sich alljährlich an den Pfäffiker Ferienaktivitäten. Während der Frühlingsferien haben wir unser Studio einen Tag lang für acht Kinder der 6. Klasse geöffnet – und staunten Bauklötze über die kreativen Ideen der jungen Schaffer.

Draussen lag April-Schnee. Drinnen widmeten wir uns kleinen Gegenständen und ihren spannenden Details…
…und unermüdlich wurde fleissig arrangiert.

Die Kinder experimentierten munter und fragten sich mitunter: Macht es wirklich so viel aus, ob ich eine grosse Blendenzahl und viel Schärfentiefe wähle, oder eine kleine Blendenzahl mit wenig Schärfentiefe?!?! In der Tat ist der Unterschied sichtbar, wie folgende zwei Bilder beweisen (FOTOSCHOOL-Kurs ‚Ganz schön scharf‘):

Fasziniert testeten die Kinder das Weitwinkel-Objektiv, welches das Spielzeugauto nach hinten kleiner wirken lässt und dafür die Front betont. Dies im Gegensatz zum Normalobjektiv, das einen Gegenstand so darstellt, wie wir es mit blossem Auge sehen.

Das Spielen mit bunter Beleuchtung sowie die Variation des Fokus (zuerst vorderes Objekt scharf, dann hinteres) gefiel den Kindern ebenfalls. Und erst recht das Spiel mit den Spiegeln machte Freude: So kann ein Auto von allen Seiten in einem einzigen Bild dargestellt werden. Eine tolle Idee für unseren Lehrgang Werbe- und Produktfotografie im Herbst 2017! 

 

Architektur-Lehrgang: Fassaden

Drinnen, draussen, dazwischen. Am dritten Kurstag des Architektur-Lehrgangs betrachteten wir einige Immobilien genauer von aussen. Wie sieht eine Loft-Wohnung von aussen aus? Wie wirkt eine neue Überbauung mit 145 Wohnungen? Je nach Jahreszeit, Witterung und Blickwinkel kann man einen anderen Eindruck von ein und demselben Gebäude vermitteln. Der Fotograf und die Fotografin haben es in der Hand!

Beim Betrachten dieser neuen Wohnsiedlung faszinierte uns die Fassadengestaltung. In Variation haben wir die grossen Kuben und die spannenden Fenster-Reflektionen fotografisch ins beste Licht gesetzt.

 

 

Architektur-Lehrgang: Die Blaue Stunde

Bis zur so genannten Blauen Stunde haben wir am dritten Kurstag des Architektur-Lehrgangs gearbeitet. Die Blaue Stunde wird jene Dämmerungszeit genannt, wenn bei klarem Wetter mit blauem Himmel die Sonne schon untergegangen ist, die dunkle Nacht aber noch nicht vollständig angebrochen ist.

Wer faszinierende Gebäudefotos zur Blauen Stunde schiessen möchte, dem empfehlen wir folgende Punkte in die Projektplanung einzubeziehen: Erstens werden alle Fenster beleuchtet (wichtig: offene Fenster- und Rollläden) und zweitens wird die Aussenbeleuchtung vollständig eingeschaltet.
Zum Auslösezeitpunkt dieses Bildes herrschte noch helle Dämmerung, so dass die Fensterbeleuchtung etwas fad wirkt. Noch sind nicht alle Aussenlichter eingeschaltet (fehlend: unten links).

Nur wenige Minuten später wurde dieses Bild gemacht: Alle Aussenlichter sind nun in Betrieb. Zudem ist die Blaue Stunde ausreichend dunkel, so dass die Fenster- und Fassadenbeleuchtung hervorragend zur Geltung kommt. Dieses Bild illustriert schön, wie eine Immobilie auch ’nachts‘ vielversprechend fotografiert werden kann.

 

Architektur-Lehrgang: Ein schwieriges Objekt

Auf der Suche nach hervorragenden Immobilienfotografien lockte es uns ganz nach oben! Selbstverständlich blieben wir am ersten Kurstag des Architektur-Lehrgangs noch ganz auf dem Boden: Theorie und Bildbearbeitung. Am zweiten Tag indes stiegen wir hoch hinauf in eine verwinkelte Maisonette-Dachwohnung. In der Tat ein schwieriges Objekt, denn solche Räumlichkeiten ansprechend zu fotografieren ist Herausforderung pur.

Dasselbe Bad, zwei verschiedene Ambiente: Bei diesen zwei Fotografien erkennt man treffend, wie der Weissabgleich die Stimmung der Bildes beeinflusst. Das Bad kann warm (links) oder kalt wirken (rechtes Bild). Ebenfalls ist die Aufnahmehöhe entscheidend: Links hat man das Gefühl, den Raum aus einem natürlichen Blickwinkel zu betrachten. Bei der rechten Aufnahme wirkt alles zu hoch.

Dasselbe Fenster, zwei verschiedene Perspektiven: Der Bildzuschnitt – mit oder ohne Wände – bewirkt verschiedene Raumhöhen und lässt den Balkonausgang unterschiedlich wirken. Bei der rechten Fotografie wurde ein stärkerer Weitwinkel von 19mm verwendet (linke Aufnahme: 17mm). Winzige zwei Millimeter machen enorm viel aus, wenn es um die Darstellung der Perspektive geht – bitte nie unterschätzen!

Gleicher Aufnahmezeitpunkt, doch eine unterschiedlich helle Wohnung: Links erlebt man den Raum bei „Tageslicht an bedecktem Tag“. Bei der rechten Aufnahme wurde mit Blitz gearbeitet – die Wohnung wirkt deutlich heller, wärmer und gemütlicher.

Nachfolgend weitere Impressionen des zweiten Kurstages in der schönen Maisonette-Wohnung.

Finde den Unterschied: Systemkamera oder Spiegelreflexkamera?

Schlagwörter

,

Genau! Der Unterschied zwischen der spiegellosen Systemkamera und der digitalen Spiegelreflexkamera ist – wie der Name sagt -, dass die Systemkamera ohne Spiegel arbeitet. Abgesehen davon bietet die Systemkamera die ähnlichen, manchmal sogar die identischen Funktionen und Möglichkeiten wie die Spiegelreflexkamera.

Identische Zwillinge sind die beiden Kamerasysteme nicht, aber ähnliche Geschwister. Ein jeder mit seinen Stärken und Schwächen.

Vorteil Systemkamera:
> Geringeres Gewicht
> Kleinere und leichtere Objektive
> Darstellung der Fokus-Ebene (beim manuellen Fokus kann die Ebene mit einer Farbe dargestellt werden): die Schärfentiefe ist vor dem Auslösen durch den elektronischen Sucher sichtbar, ebenfalls die Belichtungskorektur und der Weissabgleich
> Fokusfelder bis an den Rand (speziell bei Fuji)
Hinweis: Die Objektive wurden spezifisch für digitale Kameras entwickelt, da es dieses System zuvor nicht gab, mit Ausnahme bei der Leica M.

Nachteil Systemkamera:
> Kein optischer Sucher
> Grösserer Energieverbrauch wegen des permenten Liveview
Hinweis: Da die digitale Systemkamera erst seit kurzem auf dem Markt ist, gestaltet sich das Belichten mit Systemblitzen ausserhalb der Kamera noch nicht so komfortabel. Spezialobjektive wie Tilt/Shift-Objektive sind noch nicht erhältlich. Diese würden in der Architektur- und Produkte-Fotografie verwendet werden.

Vorteil Spiegelreflexkamera:
> Optischer Sucher
> Schneller Autofokus, speziell geeignet für die Bewegungsfotografie
> Blitz mit dem System ‚Blitz Remout‘ möglich
> Spezial-Objektive erhältlich wie Tilt/Shift-Objektive (lichtstarke Lang)

Nachteil Spiegelreflexkamera:
> Schweres Gewicht
> Massige Grösse
Hinweis: Viele Bilddaten sind erst nach dem Auslösen überprüfbar wie Belichtungskorrektur, Weissabgleich, Schärfentiefe.

Es gilt, wie so oft im Leben: Keine ist für alles perfekt. Es lohnt sich daher, vor dem Kamerakauf die persönlichen Bedürfnisse abzuwägen und verschiedene Kameras auszuprobieren. Experimentieren mit verschiedenen System- und Spiegelreflexkameras darf man gerne in den Fotoschool-Kursen! 

 

Zürich by night

Schlagwörter

,

Der Mond ist aufgegangen. Es dämmert, die mystische Nacht bricht an. Wunderbar traumhaft war unser Workshop-Abend ‚Zürich by night‘: Zuerst die so genannte ‚Blaue Stunde‘ und dann die urban erleuchtete Winternacht…

...verführten uns mit sagenhaften Beleuchtungseffekten. Dreimal winkte uns der stolze Kirchturm St. Peter zu! Diese Fotografie-Technik werden wir im nächsten Nachtfotografie-Workshop (30. Nov. 2017) vertiefen – Anmeldung hier.

Einmal mehr hat sich gezeigt, dass man nicht mit jeder Kamera gleich belichten kann. Alle Kameras mit Sony-Sensoren (Fuji, Nikon, Sony, Pentax etc.) ermöglichen eine gute Bildqualität in den Schattenbereichen. Eine Canon-Kamera erzielt im Lichtbereich ausreichende Qualität; in den Schattenbereichen überzeugt die Qualität aber nicht bei der späteren Bildbearbeitung (so genanntes ‚Rauschen‘).

Mein Tipp für alle mit einer Canon-Kamera: Nicht zu dunkel belichten! Ob mit oder ohne Sony-Sensor – ideal belichtete Nachtfotografien sind fast immer möglich, wie diese Impressionen der Workshop-TeilnehmerInnen zeigen:

 

Silvias Abschlussarbeit – Semesterlehrgang „Grundbildung“

Schlagwörter

, ,

Zehn Tage Theorie aufsaugen, Wissen verarbeiten, neu Erlerntes testen, die Messlatte höher schrauben, an der Präzision feilen und der fotografischen Perfektion auf die Schliche kommen… Der Fortschritt ist sichtbar, die Resultate sind überzeugend. Silvias Abschlussarbeit im Fotoschool-Semesterlehrgang ‚Fotografische Grundbildung‘ ist eine Bildreportage namens ‚Vom Korn zum Brot‘: Detail- und Übersichtsfotos wechseln sich ab, Stillleben verweben sich mit Bewegungsfotografien.

Danke, Silvia, für Deine schönen Dankesworte: „Dieser Grundkurs schnitt alle Themen an und wir konnten extrem profitieren vom grossen Knowhow von Kursleiter Christian Weymann. Der Tageslehrgang hat meine Kenntnisse enorm erweitert, wozu bestimmt auch der sehr entspannte Rahmen beitrug. Mir gefiel vor allem, dass Christian immer ein offenes Ohr hatte für die Probleme, welche er auf sehr angenehme Art und Weise löste. Ich kann diesen Lehrgang allen empfehlen.“

Mit einem Klick auf untenstehendes Bild startet die Bildreportage. Viel Vergnügen!
0001_silvia_fotoreportage-1-von-20

Evelines Abschlussarbeit – Semesterlehrgang „Grundbildung“

Jeder Fotografie-Lehrgang, so auch der 10-tägige Kurs ‚Fotografische Grundbildung‘, endet mit einer persönlich verfassten Abschlussarbeit. Die Reportage von Eveline ist eine einfühlsam gestaltete Bildergeschichte über die Arbeit ihrer Schwester, die so genannte Schriftwerke kreiert: www.schriftwerke.ch

Auf Evelines persönlicher Website www.foto-blickwinkel.ch erhält man detaillierten Einblick in die Entstehung dieser einmaligen Schriftwerke, Schritt für Schritt von der Schrift zum Werk. Die Reportage führt vom winzigen Detail hin zum Künstler-Porträt.

Evelines Kurs-Feedback ist gleichfalls ein motivierendes Schriftwerk: „Der Lehrgang namens Fotografische Grundbildung hat meine Begeisterung für die Fotografie verstärkt. Der Kurs war familiär und Christian ging sehr gut auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ein. Ich werde die Fotoschool weiterempfehlen!“

Gerne! Der ähnlich gestaltete Lehrgang „Fotografische Bildgestaltung – Mein persönlicher Stil“ startet am Dienstag 3. März 2017 (8 Abende, 2 Tage).

eveline

Schwierige Lichtverhältnisse

Schlagwörter

, , ,

Ein trüber Tag brach an. Zwielicht herrschte. Der Name war Programm des Workshops „zwieLICHT – schwierige Lichtverhältnisse“. Draussen war es zu düster für das Fotografieren, so zog es uns einmal mehr ins Nähmaschinen-Museum in Dürnten ZH. Ob im verwunschenen Garten – friedlich schlummernd im Winterschlaf – oder in der antiken Scheune: Das Museum war gespickt voll mit fotogenen Gegenständen. Insbesondere nahmen wir die Gestelle der Maschinen unter die Lupe und entdeckten Verborgenes wie zwei Engel, die die Weltkugel tragen.

00011_dsc_7460

 

Nachfolgend eine Auswahl an weiteren schönen Fotografien, die die Teilnehmer im Umgang mit dem Zwielicht machten:

 

Eiskalt und gestochen scharf

Schlagwörter

, , , ,

Eisschollen, sachte treibend, boten ein wunderbares Übungsobjekt im Workshop „Ganz schön scharf: Schärfentiefe und Zeit“ (nächster Kurs: Sa. 30.09.2017). Bei traumhaftem Wetter, gepaart mit eisiger Kälte, experimentierten wir mit den Kamera-Einstellungen rund um Zeit und Blende.

00001__kit0841

 

Den zweiten Teil des Kurstages verbrachten wir am Bach. Flusssteine, Stromschnellen, Wasserfälle… Das Tüfteln mit der Zeiteinstellung war herrlich, die entstandenen Wasser-Fotografien sind es ebenso.

Die Begeisterung von Kursteilnehmer Tobias widerspiegelt den Kurstag: „Wir durften von Deinem hochstehenden technischen Wissen und Deinen Erfahrungen profitieren: Einfach Spitze! Ich nehme gerne an Deinen Kursen teil. Zu den aktuellen «Tücken der Technik» und den neusten Errungenschaften auf dem Markt kennst Du immer die Hintergründe und lieferst entsprechende Tipps dazu.“