Night of Light

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Rot. Über 1100 Schweizer Objekte waren vergangene Woche an der Night of Light rot beleuchtet. Es war ein stiller Hilfeschrei der Schweizer Veranstaltungsbranche. Seid solidarisch und unterstützt die Kultur- und Eventbranche, die von der Politik in dieser schwierigen Zeit leider noch immer ungenügend gehört wird – schaltet auf grün!

Die FOTOSCHOOL-Kursteilnehmerin Marianne Brand hielt für uns den Abend vom 22. Juni 2020 in eindrücklichen Fotografien unvergesslich fest.

Eine schöne Geschichte aus der Lockdown-Zeit

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Die FOTOSCHOOL-Kursteilnehmerin Ruth ist mit Text und Bild kreativ geworden in dieser ausserordentlichen Zeit, wo man nur kurz raus durfte. Viel Spass bei der Lektüre mit Bild!

Start zu einer hoffentlich erfolgreichen Karriere als Model

Hallo! Ihr kennt mich bereits von letzter Woche, und ihr habt ganz toll auf mich reagiert. Balti ist übrigens mein Name. Mit meiner natürlichen Ausstrahlung komme ich wunderbar rüber, das habt ihr ganz toll gemerkt. Ich meinerseits habe Lunte gerochen. Und beschlossen, meine Karriere als Model so richtig zu lancieren. Ihr könnt mich auf meinem Weg nach Paris und Mailand begleiten. Natürlich nur, wenn ihr wollt!

Damit ich mich bei einem der grossen Couturiers bewerben kann, brauche ich natürlich eine Ganzkörperaufnahme, um vor allem meine wunderschönen Beine ins recht Licht zu rücken. Meine Vorbilder sind nämlich die russischen Models mit ihren endlos langen und schlanken Beinen. Übrigens komme ich aus Lettland, darum der Name Balti.

So, jetzt kommts! Wieso nicht meine fotoverrückte Mitbewohnerin fragen, ob sie fähig sei, eine tolle Aufnahme zu machen. Klar, meinte sie, die übrigens Ruth heisst. Das Stativ wurde hervorgekramt, alles aufgebaut. Ich musste ein wenig posieren. Sie wollte etwas ganz Neues ausprobieren. Focus Stacking oder Fokusverschiebung heisst das. Da macht die Kamera ritsch, ratsch und belichtet bis zu 300 Bilder, die dann, um alles und jedes scharf abgebildet zu haben, zu einem Bild zusammengefügt werden. 20 Bilder hat sie von mir aufgenommen. Das ging äusserst fix. Jetzt kommts: Bis alles zusammengefügt war, musste ich mich sehr gedulden. Dank den super Erklärungen von Christian W. gings einigermassen voran. Sie ist eben nicht mehr die Jüngste und manchmal ein wenig begriffsstutzig. Schlauerweise hat sie den Mac hochgefahren und auf dem MacBook gearbeitet, so konnte sie schrittweise (das Alter!) vorgehen. Sie dankt Christian W. für die wunderbar klaren Erläuterungen und die Filme. Ich bin nicht ganz sicher, ob sie alles richtig gemacht hat, aber mit dem Resultat kann ich gut leben.

Vor allem meine Beine hat sie wunderbar hervorgehoben. Mein äusserst dynamisches Wesen ist gut inszeniert. Toll! Wir können leider nicht auf die anregende und immer aufbauende Kritik von Christian W. warten, da ich es eilig habe, meine Karriere zu lancieren. Auf die Winterkollektion hin sind Models, die Wolle gut tragen können, sicher sehr gefragt.

Ruth unterstützt mich sehr. Sie meinte, ich soll so eine Art Benimmkurs belegen, damit ich mit exzellenten Manieren zusätzlich punkten kann. Und: sie hat tolle Beziehungen zu Schafkreisen. So hat sie mir Frau Valentina als Trainerin vermittelt. Valentina, ich darf sie in der Zwischenzeit so nennen, war extrem frech und ungezogen, als Ruth sie kennen lernte. Förmlich terrorisiert hat sie ihre Gastfamilie. Weil das nicht so weitergehen konnte, wurde sie der Tochter der Gastfamilie zur Nacherziehung übergeben. Mit durchschlagendem Erfolg! Ihre Benimmschule ist in der Zwischenzeit mehr als erfolgreich. Natürlich auch, weil sie (mäh, mäh!) keine Arbeitseinschränkungen durch das saublöde Virus kennt. Ich geniesse die Kursstunden bei ihr sehr.

Valentina hat mir geraten, bei Ruth zu bleiben. Sie könnte mir tatsächlich nützlich werden. Wenn sie endlich lernt, gut zu fotografieren, werde ich sie und Valentina, sozusagen als meine Entourage, ins Ausland mitnehmen.

Wenn ihr mir alle die Daumen drückt, kann nichts mehr schief gehen.

Ruth hat mir gesagt, dass die Menschen Ostern feiern. Ich soll euch beschauliche Tage wünschen.

Weil es hier im Blog noch Platz hat, habe ich Ruth erlaubt, ein Foto einzufügen. Ich muss sie ja auch ein bisschen unterstützen und fördern. Mäh, Euer Schaf Balti.

Semester-Lehrgang: Mein persönlicher Stil

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Der Lehrgang ‚Mein persönlicher Stil‘ startete am 10. März 2020, just eine Woche vor dem Lockdown. Der erste Kursabend fand vor Ort statt, ab dann stellten wir auf Fernunterricht um. Für die Bildbesprechungen ging das sehr gut. Teilweise war es für den praktischen Teil eine Herausforderung, aber die haben wir gut gemeistert. Wir sind froh, dass wir ab 8. Juni 2020 wieder live in der FOTOSCHOOL unterrichten dürfen, selbstverständlich mit ausreichend Platz.

Zum Glück haben wir am ersten Stil-Kursabend neben der allgemeinen Fototheorie schon die Landschaftsfotografie behandelt. So war die Online-Bildbesprechung der Landschaftsbilder am zweiten Kursabend ein Vergnügen, denn die Kursteilnehmenden haben viele schöne Bilder aufgenommen, beispielsweise diese:

Historic Hotel: Photography on Location II/II

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Szene um Szene. Idee um Idee, Foto um Foto. Die Kursteilnehmenden möchten beobachten, was fotografisch und lichttechnisch alles möglich, wenn man dem Model folgende Anweisung erteilt: Ins Licht treten und sich verneigen.

Um schwierige Lichtverhältnisse geht es auch im baldigen FOTOSCHOOL-Kurs Zwielicht am Freitag 13. März 2020.

Der nächste On-Location-Porträtkurs (Historic Hotel) findet am Montag 26.10.2020 statt.

Historic Hotel: Photography on Location I/II

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Im historischen Landgasthof Gyrenbad widmeten sich die Teilnehmenden des Kurses On Location Porträt-Fotografie der grossen Herausforderung namens Licht. Wo und wie soll das vorhandene Licht (Tageslicht oder Kunstlicht) ergänzt werden mit Blitzlicht und Reflektoren?!?

Anders als im Studio kann die Belichtung also nie ganz exakt kontrolliert werden. Wir inszenierten zuerst am Schreibpult und am Ofen. Unser Model posierte geduldig, ausdauernd und variantenreich. Verschiedene empfehlenswerte Foto-Kurse mit Models finden im Sommer statt: Beispielsweise die Einführung in die Studio-Porträtfotografie am 17.8.2020 oder der On-Location-Porträtkurs (Historic Hotel) am Montag 26.10.2020.

Zürich by night

Regen macht schön. Regen macht schöne Reflektionen. Kein Schnee war in Sicht; dennoch wartete der Kursabend Zürich by night (erneut am 25.11.2020) mit fotografisch spannenden Details auf.

Wir experimentierten mit Langzeitbelichtungen samt Zoomen und Zuhalten. Effektvoll: der Jelmoli-Schriftzug erscheint dreimal auf derselben Aufnahme. Und die Weihnachtsbeleuchtung im Rennweg formiert sich zum Stern… Regen macht kreativ, wie die nachfolgenden Fotografien der Kursteilnehmenden beweisen.

 

Phase One Certified Professional

Man hat nie ausgelernt! Erneut führte der Weg nach London zwecks Weiterbildung. Wie bereits vor zwei Jahren – als Christian Weymann als erster Schweizer das Zertifikat Phase One Certified Professional (POCP) erhielt – musste das Wissen rund um dieses Kamerasystem aufgefrischt werden: Kamera-Technik und Capture One Software. Denn regelmässig erscheinen neue Produkte auf dem Markt.

POCP-Rezertifizierung: Der POCP-Titel wird nur für zwei Jahre verliehen. Dann steht die Rezertifizierung an. Erfreulich war, dass dieses Jahr auch ein Fotografie-Student der HF St. Gallen an der Weiterbildung teilnahm (Mathias Born). Christian Weymann unterrichtet seit 2014 an der HF St. Gallen die angehenden Fotografinnen und Fotografen. Sowohl Christian wie auch Mathias haben die Zertifikatsprüfung bestanden. Gratulation!

Einer der POCP Trainer in London, auf der Durchreise von China nach Südafrika. Seine Kurse sind begehrt.

Eine kleine Auswahl der Kameras, die während der Schulung zur Verfügung standen.

Lost Places 3/3

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Die verlassene Glarner Metallwerkstatt ist ein wahrer Tummelplatz, um die Perspektiven- und Detailfotografie zu üben. An diesem Lost Place scheinen viele Dinge der Realität entrückt. Protzig und raumfüllend wirkt der mit dem Weitwinkelobjektiv aufgenommene Amboss. 

Wir arbeiten mit bewusst knapp gesetzten Schärfentiefen – beispielsweise beim Schraubenschlüssel – und ernten spannende Bilder.

Zur Mittagszeit stehen unsere Stative still. Bald steht aber nichts mehr still. Vermutlich konnten wir das letzte Mal in diesen Räumen fotografieren: Nach 18 Jahren Leerstand soll ein Umnutzungsvorhaben realisiert werden. Wehmut macht sich breit. Der FOTOSCHOOL-Kurs Lost Places hat einen verwunschenen Ort verloren – machen wir uns auf zum nächsten Lost Place!

Lost Places 2/3

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Sägemehl, Staub, Erinnerungen. Der Schlüssel, der nichts mehr aufschliesst, wurde von zwei Kursteilnehmenden aus der gleichen Perspektive fotografiert. Doch die zwei Fotografien erzählen verschiedene Geschichten…

Im vergangenen FOTOSCHOOL-Kurs Lost Places in einer Glarner Spinnerei/Weberei legten wir nach der Raumfotografie den Fokus auf Details: Schnüre, Seile, Uhren, Spinnweben und Sägeblätter. 
Spannend: Das gleiche Objekt (Schlüssel im Sägemehl) wird von zwei Kursteilnehmenden auch zweimal unterschiedlich interpretiert.

Lost Places 1/3

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Spukt es hier? Vergessene Orte erzählen fantastische Geschichten. Neugierig erkundete am Lost-Places Workshop eine sehr interessierte FOTOSCHOOL-Gruppe eine alte Spinnerei+Weberei im Glarnerland. Mithilfe ihrer Kameras begannen die Teilnehmenden eigene teils spukende Geschichten zu kreieren…

Trüb, nass, vergessen. Zum Glück war das Dach unseres ‚Lost Place‘ noch dicht und wir konnten trocken die Weberei, Spinnerei und die Unterhalts-Werkstatt durchforsten.

Im ersten Teil zeigen wir nun Aufnahmen der Räume sowie Aus- und Fernblicke; alle Bilder sind von den Kursteilnehmenden gemacht.


Spuk: Ist dies der Geist der alten Spinnerei? Wir wissen es nicht. Doch in der Aufnahme sind sagenhafte Gestalten sichtbar…