In den Bergen kommen wir dem Universum näher

Sternenklare Neumondnacht. Das Universum scheint zum Greifen nah zu sein. Neulich, Ende August, fotografierte Schulleiter Christian Weymann den fantastischen Sternenhimmel im Engadin. Aufgrund der Höhe (1500m ü. M.) und der geringen Luftverschmutzung ist die feurige Milchstrasse gut sichtbar.

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Milchstrasse über Zernez

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Milchstrasse und Eisenbahn (RHB) bei Zernez

Dann ziehen Wolken auf. Durch die Wolkenfetzen und die Lichtverschmutzung vom Oberengadin wirkt es, als ob der Himmel bald zu brennen anfängt. Der Feuerpfeil unten rechts ist die Rhätische Bahn auf der Fahrt durch die Nacht…

Der nächste Kurs „Guten Abend, gute Nachtfotografie“ ist leider bereits ausgebucht (29.09.2016). Die Kurse 2017 werden demnächst hier ausgeschrieben.

zwieLicht – aber nicht im Dunkeln tappen!

Mit schwierigen Lichtverhältnissen kämpfen wir nicht nur während der Dämmerzeit und an trüben Nebeltagen. Auch im Innenraum oder im Wald treffen wir oft auf das Zwielicht. Besonders wenn der Unterschied zwischen hell und dunkel ausgeprägt ist, führt dies oft zur falschen Belichtung.

Warum ist das so? Dies hat mit dem Belichtungsmesser zu tun, der davon ausgeht, dass das Gesamtbild über einen mittleren Grauwert verfügt. Wenn die dunklen Partien in Überzahl sind, wird das Bild zu hell belichtet. Mit der Belichtungskorrektur kann man gezielt gegensteuern, indem man ‚minus‘ korrigiert. Sind indes mehr helle als dunkle Flächen vorhanden, dann wird das Bild zu dunkel. Folglich kann man mit der Belichtungskorrektur ‚plus‘ optimieren.

Wer im Detail mehr dazu erfahren und gezielt im Zwielicht üben möchte, dem bietet unser Modul zwieLICHT – schwierige Lichtverhältnisse am 30.09.16 gute Gelegenheit.

Hier folgt ein schönes Zwielicht-Beispiel:

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Bei dieser Dampflokomotive mit dem glänzenden Chrom und den vielen schwarzen Flächen hätte der Belichtungsmesser das Bild zu grau eingeschätzt. Dank der Belichtungskorrektur von ‚minus 1.3‘ wirkt es indes perfekt belichtet.

Auch bei den nachfolgenden Bildern wurde dank individueller Belichtungskorrektur die Über- respektiv Unterbelichtung vermieden. Alle diese Fotos sind im letzten Semester-Lehrgang ‚Fotografische Bildgestaltung – Mein persönlicher Stil‘ entstanden. Der nächste Lehrgang startet im März 2017.

 

Tierfotografie im Tierpark Goldau

In der Goldauer „Wildnis“ konnten wir die Fauna der Schweiz aus nächster Nähe beobachten: Steinböcke, Bären, Wölfe und Bartgeier. Es herrschte hervorragendes Beobachtungswetter: Bedeckt, zeitweise Regen – was für ein Glück! Denn bei eitlem Sonnenschein wären diese Tiere bedeutend weniger aktiv gewesen.

Insbesondere von den Wildkatzen waren die Kursteilnehmer begeistert. Die eleganten Raubkatzen haben etwa die Körpergrösse der Hauskatzen und bestechen mit ihrem eindrücklichen Gesichtsausdruck. Doch streicheln oder auf den Schoss nehmen ist nicht möglich, da es eben Wildkatzen sind. Dennoch war das stundenlange Beobachten und Fotografieren bereichernd, wohltuend und belohnend mit gelungenen Tierbildern.

Tiere beobachten ist das eine. Kursteilnehmer in Aktion beobachten, ist das andere:

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Wildkatzen

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Gehege der Bären und Wölfe

 

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Bartgeier Mascha und Hans im Visier von den Kursteilnehmern

Faszinierend war das Beobachten der vom Aussterben bedrohten Bartgeier. Das im Februar 2016 geschlüpfte Jungtier hat schon die Grösse eines adulten Geiers und verteidigt und kämpft wacker um sein Futter.

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Waschbärengehege

Die Waschbären zeigten sich von ihrer putzigen Seite. Sie demonstrierten die unmöglichsten Positionen zum Schlafen und Entspannen. Sind sie nicht niedlich, diese kleinen Bären?

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Während der speziellen Tierführung wurden wir in das Verhalten und die Eigenheiten der einzelnen Tiere eingeweiht. Solche Informationen sind sehr hilfreich, denn sie verhelfen zu besseren Tierfotografien, wie diese Bilder bestätigen:

Die Kursteilnehmer sind sich einig: ‚Ein Tag reicht nicht, um alle Tiere fotografisch festzuhalten. Wir kommen gerne wieder mit auf Fotopirsch!‘

 

Fotografie-Kurse für Anfänger: 10x montags!

Schlummert in Dir das ungenutzte Talent eines Fotografen, einer Fotografin? Wolltest Du Dich schon immer einmal intensiv mit den verschiedenen Bereichen der Fotografie (Landschaft, Makro, Porträt, Reportage, Zwielicht etc.) sowie mit Bildgestaltung und Perspektiven auseinandersetzen? Dann melde Dich noch heute an für unseren Tageslehrgang ‚Fotografische Grundbildung‘ (10x montags):

Der Kurs startet kommenden Montag, 5. September 2016. Zur Anmeldung.

Neugierig? Probieren geht über studieren! Hier einige Bilder aus vergangenen Lehrgängen:

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Auch für blutige Anfänger haben wir einen Kurs. Falls Du ganz neu eine Digitalkamera erworben hast und in die Kunst des Fotografieren einsteigen möchtest, dann empfehlen wir Dir den Kurs ‚Grundtechnik der Spiegelreflexkamera‘. 1 Tag, 2 Abende, Start am 28. September 2016. Mehr Infos hier.

So verschieden wie die Teilnehmer sind, so verschieden sind auch die Bilder, die im vergangenen Grundkurs entstanden sind. Einige Impressionen:

Der richtige Blickwinkel: Dramatisches Schottland

Langweilig blauer Himmel? Zum Glück nicht in Schottland! Es gibt nichts Spannenderes als dem Wolken- und Lichtspiel zuzusehen und mit verschiedenen Kameraeinstellungen zu experimentieren. Natürlich spielt der Blickwinkel eine wichtige Rolle – dabei bitte nicht vergessen: Sich hinknien ist auch bei feucht-kaltem Wetter unentbehrlich!

Ein Objekt, zwei Blickwinkel – Beispiel 1: Ein unscheinbarer Baum im ersten Bild…
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…wandelt sich zum dramatischen Blickfang im zweiten Bild.

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Ein Objekt, zwei Blickwinkel – Beispiel 2: Der kleine Bach in der ersten Aufnahme…
_DSF2590…wirkt in der zweiten Aufnahme als reissender Strom. Dies gelingt mithilfe eines Weitwinkel-Objektivs und der bodennahen Kamera-Position.
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Porträt On Location in einer alten Fabrik: Zweiter Tag

Um Bewegungen fliessen zu lassen, braucht es eine lange Verschlusszeit in der Kamera sowie die Einstellung Blitzauslösung auf dem zweiten Verschlussvorhang.

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Bewegungen mit dem Blitz einfrieren: Hier mit schneller Blitz-Brennzeit (1/4000) und Blitz-Synchronisationszeit  (1/125).

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Das Model und die alte Maschine: ein harmonisches Zusammenspiel mit vorhandenem Tageslicht und ergänzendem Blitzlicht.

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Porträt On Location in einer alten Fabrik: Erster Tag

In der Tat herausfordernd: Die Kursteilnehmer hatten die Aufgabe, spärliches Tageslicht mit Blitzlicht zu ergänzen. Geübt und geblitzt wurde unterm Dachstock sowie im Treppenhaus.

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Immer wieder ein Blickfang: Das Model als Silhouette in einem Durchgang.

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Das durch die alten Fabrikfenster eindringende Tageslicht reichte als einzige Beleuchtungsquelle aus: Das Porträt ist faszinierend.

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